Therapeutenkammer trifft Wissenschaft

Unter diesem Leitgedanken fand in Bielefeld ein erstes Gespräch zwischen Frau Prof. Dr. Klemme (Prodekanin der Fachhochschule Bielefeld des Fachbereichs Wirtschaft und Gesundheit) und der  Physiotherapeutin Daniela Hoffmann-Kruse als Vorsitzende des Vereins “Therapeutenkammer in Nordrhein-Westfalen e.V.“ statt.

Frau Prof.Dr.Beate Klemme (3.v.l.) mit Ihren Studierenden (Foto: Hoffmann-Kruse)

Die Initiative der Therapeuten auf dem Weg zur Gründung einer Therapeutenkammer wissenschaftlich zu begleiten war ein Ergebnis, und für die Studierenden eine neue Herausforderung. Was auf den ersten Blick nicht sofort zu erkennen war, zeigte sich aber im weiteren Verlauf des Projektes.  Zunächst wurde den interessierten Studierenden das Thema Therapeutenkammer im Rahmen der Projektvorlesungen detailliert vorgestellt.  Anschließend haben sie sich in einzelnen Projektarbeiten mit dem Thema Therapeutenkammer intensiv auseinandergesetzt.

Die Konkretisierung der Projekte zum das Thema „Therapeutenkammer“ fand bei einem weiteren Treffen mit Frau Prof. Dr. Klemme, den Studierenden und Daniela Hoffmann-Kruse statt. Drei Gruppen Ergo- und Physiotherapeutinnen wählten das Thema „Therapeutenkammer“ und entwickelten die folgenden Projekte:

 

Projekt 1

  • Zukunftswerkstatt der Heilmittelerbringer
  • Analyse und Zusammenstellung aktueller Probleme in den Therapieberufen.
  • Herausarbeiten und dokumentieren der berufsgruppenübergreifenden Überschneidungen.
  • Lösungsansätze und Strategien für das gemeinsamen Handeln erstellen.
  • Betrachtung des Bezugs zur Therapeutenkammer.

 

Projekt 2

  • Therapeutenkammer für den Berufskundeunterricht
  • Zeitgemäße Vermittlung durch den Einsatz neuer Medien.
  • Neue Materialien und Strategien für den Berufskundeunterricht der Physio- und Ergotherapieschüler zum Thema der berufsständischen Kammern erstellen.
  • Lösungsvorschläge und Ideen vorstellen wie Schüler motiviert zum Thema Therapeutenkammer angesprochen und fachlich fundiert informiert werden können.

 

“Die Notwendigkeit durch eine wissenschaftliche Begleitung und Unterstützung die erfolgreiche Arbeit in den Therapieberufen zu dokumentieren und transparenter zu machen, neue Lösungsansätze und zukunftsorientierte, bedarfsgerechte Strategien zu entwickeln “ war für Daniela Hoffmann-Kruse, die sich selbst in ihren verschiedenen Masterstudiengängen schon früh dem wissenschaftlichen Arbeiten in der Therapie gewidmet hat, ein lang gehegter Wunsch, der sich nun in den Bereich der Therapieberufe sinnvoll einbringen lässt.

An der Fachhochschule Bielefeld mit dem Lehrgebiet Therapie und Rehabilitationswissenschaften, Anwendungsschwerpunkt Physiotherapie, können Ergotherapeuten und Physiotherapeuten Berufspädagogik studieren, mit den Studiengängen: Berufliche Bildung, Pflege/Therapie (B.A.) und der Masterstudiengang: Berufspädagogik, Pflege und Therapie.

Die Ergebnisse werden die weitere Arbeit, Selbstständigkeit und Notwendigkeit der Organisation der Therapieberufe unterstützen. Auf die weitere Entwicklung der begonnenen Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis dürfen alle Beteiligten sehr gespannt sein.

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