Projekt - Zukunftswerkstatt Therapeutenkammer

In der Reihe „Therapeutenkammer meets Wissenschaft“ konnte die Vorsitzende des Vereins „Therapeutenkammer in Nordrhein-Westfalen e.V.“, Daniela Hoffmann-Kruse zahlreiche Therapeuten der verschiedenen Fachrichtungen in der Ludwig-Fresenius-Schule in Lippstadt zu einem spannenden Projekt der Studentin Valentina Siewert von der Fachhochschule in Bielefeld begrüßen. Dabei ging es in dem Workshop zum Projekt um Gedanken zur Zukunft der Heilmittelerbringer.

Die Studentin und Ergotherapeutin Valentina Siewert (l.) stellte mit Daniela Hoffmann-Kruse vom Verein „Therapeutenkammer in Nordrhein-Westfalen e.V.“ (2.v.l.) und den Gruppensprecherinnen Jennifer Waldeyer, Gaby Becker, Katharina Schonart, Sarah König, Vivian Gerendt und Claudia Holthöfer (v.l.) die Ergebnisse der Zukunftswerksatt vor.
(Foto: TKNRW)

 

Nach einer kurzen Einführung in das Thema stellte Frau Siewert das von ihr entwickelte Projekt und den Ablauf des Workshops vor. In kleineren Arbeitsgruppen analysierten die Teilnehmer die aktuelle Situation ihrer  jeweiligen Berufsfachrichtungen – Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie und Massage . In angeregten Diskussionen wurden die vielfältigen Aspekte des Alltages beleuchtet, hinterfragt und zusammengestellt.

Die einzelnen Gruppenergebnisse wurden dann in Übersichten an Pinnwänden präsentiert und berufsgruppenübergreifend im Plenum diskutiert. Im Verlauf dieser Diskussion führte Frau Siewert die einzelnen von den Teilnehmern erarbeiteten Punkten zu gemeinsamen Problemfeldern zusammen. Diese Zusammenfassung machte deutlich, dass es viele gemeinsame Handlungsbedarfe in den Therapieberufsgruppen gibt, die weder fachrichtungs- noch größenspezifisch sind. Sehr schnell stellte sich die Frage, wenn es doch solche Gemeinsamkeiten in den Problemstellungen gibt, wie man diese lösungsorientiert angehen kann. Klagen und Jammern waren keine Perspektive – stattdessen galt es Zukunftsperspektiven für die Therapieberufe der Heilmittelerbringer zu entwickeln. Dazu wurden die wichtigsten gruppenübergreifenden gemeinsamen Themenschwerpunkte zusammengestellt. Sie bildeten die Basis für den nächsten Schritt der Zukunftswerkstatt.

Nun konnten sich die Teilnehmer mal vom Therapeutenalltag lösen und in Visionen, Wünsche und Utopien abgleiten und sich eine Zukunftswelt der Therapieberufe erträumen. Damit die Bodenhaftung aber nicht verloren ging, war dies durch die Moderatorin auf die drei wichtigsten, gemeinsamen sich überschneidenden Handlungsbedarfe aller Therapiegruppen begrenzt.

Doch Zukunft ist nicht nur visionäres Träumen, sondern auch strategisches Handeln. So wurde im nächsten Schritt des Workshops versucht diese Visionen in realistische Handlungskonzepte umzuwandeln. Dabei prägten die Ergebnisse und Erkenntnisse des Nachmittags die anschließenden Diskussionen, es wurde nach gemeinsamen Lösungsansätzen gesucht, denn alle Fachrichtungen haben gleiche Problemaspekte, es wurden neue Perspektiven in den berufsständischen Fragestellungen entdeckt, und es wurde klar, was die Zukunft der Therapieberufe prägen sollte – ein stärkeres Selbstbewusstsein der Therapeuten, mehr Eigenständigkeit und eine klare Abgrenzung zu anderen Heilberufen und dabei auch mal andere Sichtweisen einnehmen.

Wer kann übergeordnet diese berufsständischen Aspekte regeln und vertreten? Eine gemeinsame Vertretung für die heilmittelerbringenden Therapieberufe – die Therapeutenkammer in Nordrhein-Westfalen.

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